El Siglo Futuro - Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus

Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus
Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus

Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus

Die Kinder- und Jugendmedizin in den Spitäler steht unter enormem finanziellen Druck. Das Ostschweizer Kinderspital zeigt zwar einen Gewinn auf, dieser resultiert jedoch ausschliesslich aus Zuwendungen der Trägerkantone und Spenden. Ohne diese Hilfen würde ein massives Defizit von elf Millionen Franken stehen, was die kritische Lage der Branche verdeutlicht.

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Die finanzielle Basis der Kinder- und Jugendmedizin in den Spitälern bröckelt weiter. Das Ostschweizer Kinderspital meldet für das Jahr 2025 einen Gewinn, dieser steht jedoch nur dank Spenden und Zuwendungen der Trägerkantone zur Verfügung. Die Stiftung Ostschweizer Kinderspital verzeichnete im Vorjahr 2024 zwar einen Gewinn von drei Millionen Franken. Ohne die Zuwendungen läge das Defizit jedoch bei knapp elf Millionen Franken.

Ein voller Tagesplan wirkt effizient, bis etwas dazwischenkommt. Fehlen im Spital die nötigen Puffer, springen häufig Ärztinnen und Ärzte ein. Ihre Zeit, Energie und Verfügbarkeit werden so zur letzten Reserve des Systems. Die Unterfinanzierung belastet nicht nur den Alltag, sondern gefährdet auch die langfristige Versorgung, Forschung und Ausbildung.

Die Situation verschärft sich regional unterschiedlich. In Zürich reagiert das Kinderarzthaus mit einer neuen Grosspraxis auf den Ärztemangel und die steigende Nachfrage nach kinderärztlicher Versorgung. Im Kanton Graubünden steht die Geburtshilfe am Regionalspital Surselva in Ilanz auf der Kippe. Der Kinderarzt Benedikt Malin kritisiert, dass seine Pensionierung als Begründung für eine Schliessung herangezogen wird.

Auch im Wallis gibt es Anpassungen: Der Tarmed-Taxpunktwert für die Arztpraxen wird rückwirkend um drei Rappen erhöht. Gleichzeitig plant das Ostschweizer Kinderspital den Umzug in einen Neubau auf dem Hoch-Areal im September 2026, was die Nähe zum Kantonsspital St. Gallen weiter erhöht.

Neben den strukturellen und finanziellen Herausforderungen berichten Forschende über medizinische Entwicklungen. Leber-, Endometrium- und Ovarialkarzinome treten nach bariatrischer Chirurgie seltener auf. Beim Pankreaskarzinom beobachten sie dagegen eine erhöhte Inzidenz, insbesondere bei jüngeren Erwachsenen. Zudem wird diskutiert, wie weit sich Gastfreundschaft auf die Medizin übertragen lässt und wo ihre Grenzen liegen.

R.Abreu--ESF